Neue Wege - neue Ziele?

Viele Jahre seines Lebens strebt der Mensch nach harmonischer Partnerschaft, körperlicher Gesundheit, Fitness und wirtschaftlicher (materieller) Unabhängigkeit – die Reihenfolge dieser Auflistung ist beliebig.

Meist bleibt das eine oder andere dabei auf der Strecke. In der Regel sind die Opfer für die wirtschaftliche (finanzielle) Unabhängigkeit die größten – und damit auch die "unmenschlichsten". Geld ist nicht alles! "Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt. (Albert Einstein)"

Was nützen uns die gefüllten Bankkonten, wenn unser Herz einsam ist? Oder sogar sehr geschwächt durch ungesunde Lebensweise – zu viel Stress, zu wenig Schlaf, zu viel Fastfood.

Weder der Körper noch der Geist kann im Alltagsstress zur Ruhe kommen und viele tägliche Erledigungen geschehen oftmals unüberlegt und hastig. Dabei bleibt im Laufe der Zeit vieles auf der Strecke.

Ein junger Körper "verträgt" vieles und die ersten Beschwerden werden oft bagatellisiert und/oder schlichtweg ignoriert. Und dann kommt irgendwann der Tag, an dem es nicht mehr ignoriert werden kann. Denn wenn man buchstäblich auf der Nase liegt und die entsprechenden Diagnosen erfährt, ist kaum noch eine Ausrede möglich. Eine Zeit der Besinnung könnte und muss man sich jetzt endlich nehmen, wo aber soll man ansetzen, wo die Veränderung vornehmen?

Die Wahrnehmung – vor allem die innere ganz persönliche – hat man schon lange heruntergeschaltet und durch entsprechende Automatismen ersetzt. Zum Glück verlernen wir – ähnlich wie Fahrradfahren und Schwimmen – das bewusste Wahrnehmen nie. Auch nach vielen Jahren ohne Training ist man nach ein paar "wackeligen" Runden schnell wieder relativ fit.

Unser Geist speichert genau wie unser Körper viele "Bewegungsabläufe", er verlernt sie niemals wirklich, er verstaut sie nur in den hintersten Winkel unseres Speichers. Mit etwas Mühe können wir sie wieder herauskramen oder "aufspüren" und wiederbeleben, solange wir uns wenigstens den Spürsinn bewahren.
Wer nicht mal mehr weiß, wo er suchen soll oder wie man überhaupt nach etwas suchen könnte, ist auf verlorenem Posten.

Kann man seine Wahrnehmung wieder aktivieren und trainieren?
Die Suchoptionen optimieren?
Schlüsselworte abspeichern?
Einen neuen Weg durch den dichten Dschungel der Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse bahnen?

Einen neuen/anderen Weg zu erkennen erfordert immer erst einmal einen kurzen Halt und eine Orientierung. In wilder Fahrt erkennt man keine Abfahrt, Kreuzung oder Abzweigung - im Geschwindigkeitsrausch könnte man sowieso nicht abbiegen.

Der Halt ist zunächst einmal notwendig, ein innehalten, durchatmen – ein Panoramablick.

Wo bin ich, wo könnte ich hin und was muss ich dafür eventuell tun?

Yogapraxis bietet schon seit Jahrtausenden die Möglichkeiten zur körperlichen Gesundung, einen wachen Geist und glückliche "Momentaufnahmen" des Lebens.

Natürlich sind die zum Teil uralten Yogalehrbücher, Schriften und Unterweisungen der modernen Zeit und ihren Veränderungen in den Lebensweisen anzupassen.
Aber die Essenz (das Wesen der Sache) hat auch nach Jahrtausenden noch seine Richtigkeit.

Die Zahl Drei ist seit Urzeiten "magisch" in vielen Religionen und der Mythologie, auch im Christentum.
Seele (Emotionen), Körper und Geist - die drei Wesen des Daseins - in ausgewogener Verfassung sind ein Garant für ein harmonisches und erfolgreiches Leben. Selbst wenn man sich weder zu esoterischen noch spirituellen Lebensweisen und Überzeugungen hingezogen fühlt: Über die Yogaphilosophie gewinnt man wertvolle neue Erkenntnisse, ein besseres Körpergefühl und innere Ausgeglichenheit.

Dieser "Neue Weg" läßt natürlich jederzeit (wie andere Wege auch) die Option der Rückkehr offen - wenn die Aussichten nicht gefallen.

Aber wer kehrt schon um, wenn das Leben plötzlich wieder richtig Spaß macht?